Inhaltsstoffe Kosmetik – Die unsichtbaren Substanzen in Pflegeprodukten

Wenn Du ehrlich bist, fühlst Du Dich manchmal recht unbehaglich mit Deiner Kosmetik. Inzwischen wissen wir einfach zu viel über schädliche Inhaltsstoffe von A-Z in der Kosmetik. Dazu gehören hormonell wirksame Substanzen, Erdöl, Palmöl und Duftstoffe, die Allergien auslösen können. Doch es gibt gute Alternativen bei der Naturkosmetik. Sie enthalten ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe. Schauen wir uns doch einmal die schlimmsten Kosmetik Inhaltsstoffe an und eine App, die Checklisten und Lexikons zum Thema gute Inhaltsstoffe in Kosmetik haben.

Mein Buchtipp Kosmetik-Inhaltsstoffe von A-Z:

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Parabene: Konservierung mit Nebenwirkungen

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Parabene dienen in Kosmetika oft der Konservierung. Doch sie könnten hormonell wirksam sein. Potenziell gefährlich sind sie besonders für Schwangere und ihren Fötus, für Kleinkinder und pubertierende Jugendliche. Es sind möglicherweise nicht alle Parabene gefährlich, einige aber schon. Die zertifizierte Naturkosmetik schließt sie deshalb prinzipiell aus. Es gehören dazu:

  • Methylparabene
  • Pentylparabene
  • Phenylparabene
  • Propylparabene
  • Isopropylparabene
  • Ethylparabene
  • Benzylparabene
  • Butylparabene
  • Isobutylparabene

Alternativen mit grünen Inhaltsstoffen in Kosmetik

Duftstoffe Allergieauslöser  in Deos, Parfum und Körperölen

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Kosmetik Inhaltsstoffe von A-Z.

Duftstoffe sind praktisch in jeder Kosmetik enthalten, doch sie können Allergien auslösen. Besonders die polyzyklischen Moschusverbindungen gelten als gefährlich, die neben Allergien unter Umständen sogar Krebs begünstigen können und ebenso hormonell wirksam sind. Gekennzeichnet werden sie immer nur als „Parfum“. Erst ab einer bestimmten Konzentration müssen bestimmte Duftstoffe gesondert gekennzeichnet werden. Als bedenklich gelten:

  • Eugenol
  • Citral
  • Coumarin
  • Farnesol
  • Cinnamal
  • Limonene
  • Citronellol

Zu beachten ist, dass selbst in Naturkosmetik manchmal solche Duftstoffe vorkommen, darunter Coumarin, Linalool und Citral. Wenn Du weißt, dass Du darauf manchmal allergisch reagierst, solltest Du solche Produkte strikt meiden. Es gibt in der Naturkosmetik auch „Sensitiv“-Produkte ganz ohne Duftstoffe.

Tenside und Emulgatoren: Einlasstor für Schadstoffe

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PEG (Polyethylenglykol) und seine Derivate kommt ebenso wie Sodium-Lauryl-Sulfate in Tensiden und Emulgatoren zum Einsatz. Sie machen die Haut durchlässiger, was das Eindringen von Schadstoffen begünstigt. Kritisch sind sie für gereizte Haut. Sie könnten Allergien auslösen. Falls Ethylenoxid enthalten ist, besteht die Gefahr von Hautkrebs. Darüber hinaus schädigen diese Stoffe die Umwelt. Ihre Basis ist Erdöl, sie gelten als schwer abbaubar. Als Inhaltsstoffe werden sie mit „PEG“ und einer Zahl (PEG-15, PEG-32 etc.) gekennzeichnet. Die zertifizierte Naturkosmetik schließt diese Verbindungen aus.

Produkt mit milden Tensiden

Aluminium bzw. Aluminiumsalze

Oft wird vom Aluminium in Deos gesprochen, doch eigentlich handelt es sich um dessen Salze. In Antitranspirantien werden diese Aluminiumsalze eingesetzt. Sie sollen das Schwitzen reduzieren oder ganz verhindern, indem sie die Poren verschließen. Das ist aber eigentlich nicht gesund, denn permanent verstopfte Poren erzeugen einen Schweißstau.

Das Aluminium kann wiederum in den Körper eindringen. Es gilt als nervenschädigend, außerdem könnte es die Fruchtbarkeit und auch einen Fötus im Mutterleib schädigen. Selbst Brustkrebs und Alzheimer könnten dadurch ausgelöst werden. Gekennzeichnet werden diese Inhaltsstoffe in Kosmetik Produkten als „Aluminium Chlorohydrate“.

Du könntest prinzipiell auf Antitranspirantien verzichten, um Dich dieser Gefahr nicht auszusetzen. Viele Hersteller verzichten inzwischen freiwillig darauf und werben auch mit diesem Verzicht. In der Naturkosmetik kommt Aluminium nicht vor.

Erdöl in der Kosmetik: Inhaltsstoff mit zweifelhaften Effekten

Erdöl in der Kosmetik: Inhaltsstoff mit zweifelhaften Effekten Inhaltsstoffe Kosmetik

Erdöl als Inhaltsstoff kommt praktisch in jeder klassischen Kosmetik vor. Es ist die essenzielle Basis für deren Inhaltsstoffe. Lediglich die Naturkosmetik geht einen anderen Weg und kann dadurch Erdöl vermeiden. Dieses hat einen negativen Effekt für die Haut, weil es sie abdichtet und nicht mehr richtig atmen lässt, außerdem ist es umweltschädlich.

Erdölprodukte stehen sehr stark in der Kritik, die Stiftungen Warentest und Öko-Test äußern sich regelmäßig dazu. Als besonders bedenklich gelten MOSH und MOAH (gesättigte und aromatische Mineralöl-Kohlenwasserstoffe). Der Körper nimmt sie leicht auf, lagert sie in den Organen ein und könnte dadurch unter Umständen an Krebs erkranken. Zu erkennen ist die Erdölbasis unter anderem an diesen Bezeichnungen:

  • (Microcrystalline) Wax
  • Isoparaffin
  • Paraffinum Liquidum
  • Vaseline
  • Petrolatum
  • Ceresin
  • Mineral Oil
  • Cera Microcristallina
  • Ozokerite

Mikroplastik – keine Entwarnung!

Mikroplastik – keine Entwarnung! checkliste inhaltsstoffe kosmetik

Über Mikroplastik als Inhaltsstoff in der Kosmetik wurde in den vergangenen Jahren sehr viel publiziert, das Problem ist eigentlich hinlänglich bekannt. Die winzigen Kunststoffpartikel setzen die Hersteller dennoch nach wie vor für die mechanische Wirkung von Peelings und als Füllstoffe zu. Sie lassen sich durch Kläranlagen bislang nicht ausfiltern und gelangen damit in die Umwelt, wo sie erst nach mehreren Hundert Jahren abgebaut werden. Wir alle nehmen sie inzwischen auf, wenn wir Fisch essen. Zu erkennen ist Mikroplastik in Kosmetik durch solche Bezeichnungen:

  • Acrylate Copolymer (AC)
  • Polyamide (PA, Nylon-12, Nylon-6)
  • Polymethylmethacrylate (PMMA)
  • Polyethylenterephthalate (PET)
  • Polystyrene (PS)
  • Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Polyacrylate (PA)
  • Polyethylene (PE)
  • Polypropylene (PP)
  • Polyurethane (PUR)

Mikroplastik-freien Produkte

Palmöl: Umweltschaden durch Kosmetik

Palmöl: Umweltschaden durch Kosmetik Inhaltsstoffe

Palmöl kommt uns zunächst einmal harmlos vor, es hat auch kaum schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit. Immerhin wird es auch als Lebensmittel verwendet. Die Kosmetikindustrie setzt es wegen der günstigen Kosten gern ein. Es wirkt rückfettend und antioxidativ, was eigentlich gut für die Haut ist, doch der Umweltschaden durch die Palmölproduktion hat inzwischen katastrophale Ausmaße angenommen.

Für die Palmenplantagen wird wertvoller Regenwald massenhaft gerodet. Das schädigt die CO₂-Bilanz des Planeten und löst außerdem in den betreffenden Regionen ein Artensterben aus. In der Kosmetik ist Palmöl nicht immer leicht zu erkennen, allerdings weisen Wortbestandteile „palmitate“ oder „palm“ recht deutlich darauf hin. Doch manchmal wird es auch mit Cetearyl Alcohol, Stearic Acid oder Glyceryl Stearate gekennzeichnet. Das verstehst Du nicht als Palmöl. Es gibt einige Produkte, deren Palmölanteil wegen einer nachhaltigen Gewinnung als unbedenklich gelten darf. Diese findest Du im Bereich der Naturkosmetik.

UV-Filter und -Absorber als schädliche Kosmetik Inhaltsstoffe?

UV-Filter und -Absorber als schädliche Stoffe

In der Tat. Zwar wird Dir bei kosmetischen Anwendungen grundsätzlich auch ein ausreichender UV-Schutz empfohlen, doch die chemischen UV-Filter gelten durchaus als bedenklich. Möglicherweise lösen sie Allergien aus, begünstigen Krebserkrankungen oder sind hormonell wirksam. Eine schädliche Stoffgruppe dieses Bereichs sind nachgewiesenermaßen die Benzophenone, welche die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) als möglicherweise krebserregend einstuft. In Tierversuchen wurden auch Veränderungen des Hormonsystems nachgewiesen. Ebenfalls schädlich sollen 4-Methylbenzylidene Camphor und Ethylhexyl Methoxycinnamat sein. Zu erkennen sind die chemischen UV-Filter an diesen Bezeichnungen:

  • Benzophenone-3, -4 und -5
  • Ethylhexyl Methoxycinnamat
  • Homosalate
  • Octyl Methoxycinnamate
  • Butyl Methoxydibenzolmenthane
  • Octocrylene
  • Ethylhexyl Dimethyl PABA
  • 4-Methylbenzylidene Camphor
  • Isoamyl Methoxycinnamate

Die Naturkosmetik verwendet unbedenkliche UV-Filter auf mineralischer Basis. Sie reflektieren die UV-Strahlung.

Sind schädliche Inhaltsstoffe in Kosmetik immer zu erkennen?

Die EU-Verordnungen schreiben die ausreichende Kennzeichnung aller Kosmetik- und Pflegeprodukte vor. Doch woher sollst Du alle Wirkungen kennen? Empfehlenswert ist daher immer zertifizierte Naturkosmetik, die bestimmte Standards einhalten muss. Nur dadurch erhalten die Produkte das betreffende Zertifikat. Dazu rate ich Dir dringend. Oder lies einfach meine Buch-Tipp: Kosmetik-Inhaltsstoffe von A-Z.

Welche Naturkosmetik ist gut für Dich und Deine Haut?

In der folgenden Liste habe ich Hersteller für Dich aufgelistet, deren Produkte Verbraucher nach aktuellem Wissen sorgenfrei nutzen können.

  • Lavera
  • Sante
  • Weleda
  • Aurica
  • Biomaris
  • Bergland
  • Edel Naturwaren
  • Speick
  • und viele mehr

Checkliste – Mit App die Kosmetik Inhaltsstoffe erkennen

Codecheck eine App wie ein Lexikon, die dem Benutzer helfen soll, Inhaltsstoffe von A-Z für Kosmetik und Lebensmitteln mit Hilfe von Checklisten zu entschüsseln und diese auch zu bewerten. Es muss hierfür nur den Barcode gescannt werden und schon erhält der Nutzer die relevanten Daten.

Die App ist nach einem Wikiprinzip aufgebaut: Der Nutzer kann sich sein persönliches Profil anlegen und dann die Produkte selbst auch in die vorhandene Datenbank einspeisen. Die Produkte werden dann von Codecheck mithilfe eines Ampelsystems bewertet. Außerdem werden Beiträge zu den Bereichen Gesundheit und Umwelt bereitgestellt.

Die Benutzung der App (Lexikon) für Kosmetik Produkte und ihre Inhaltsstoffe ist recht einfach und auch sehr übersichtlich mit Checklisten. Sobald es darum geht, die eingespeisten Daten zu hinterfragen ist mehr Recherche notwendig. Die Inhaltsstoffe werden hierbei von unbedenklich bis sehr bedenklich mit Farben gekennzeichnet. Wobei hier grün für positiv sowie rot für negative Inhaltsstoffe stehen. Überdies gibt es den Aspekt „nur individuelle Bewertung möglich“. So sind Nanopartikel, Umwelt und „hormonelle Wirksamkeit“ sowie Mikroplastik sind rot als „schlecht“ markiert.

Unabhängiges – Lexikon für Inhaltsstoffe von Kosmetik

Die Bewertungen sollten bei codecheck stets unabhängig sein. Hier scheint dies zunächst auch der Fall zu sein. So werden unabhängige Experten bei jedem Inhaltsstoff in der Quelle genannt, auch jener Grund für die Einstufung wird angegeben. Jene Quelle, die oft bei Kosmetikartikeln in dieser App verwendet wird, ist Öko-Test. Doch auf Nachfragen wurde klar, dass Öko-Test nicht als Quelle genannt wird bzw. werden möchte.

Zur Benutzung wird die Codecheck-App auf dem Handy zunächst geöffnet. Anschließend wird auf das Scanner-Symbol in der unteren rechten Ecke geklickt. Danach öffnet sich der Scanner, mit welchem jeder beliebige Barcode gescannt werden kann. Schon nach einigen Sekunden wird das Ergebnis angezeigt.

Auf der Übersichtsseite zu dem gescannten Produkt findet der Nutzer die Informationen zum Preis, zu unbedenklichen und bedenklichen Inhaltsstoffen und auch möglichen Alternativen. Außerdem kann er Nutzerkommentare zu dem Produkt durchlesen. Besonders bedenkliche Inhaltsstoffe sind rot gekennzeichnet, bedenkliche orange, leichter bedenkliche hellgrün sowie unbedenkliche Inhaltsstoffe dunkelgrün. Der Nutzer kann zusätzlich auch auf die jeweiligen Inhaltsstoffe tippen, wenn er Informationen hierzu lesen möchte. Dies kann zum Beispiel die Funktion oder Problematik des betreffenden Stoffes sein.

Die App (Lexikon) zeigt auch dem Nutzer an, auf welchen methodischen Daten mit einer Checkliste die Einschätzungen bezüglich der Kosmetik Produkte und ihre Inhaltsstoffe beruhen.

Bei Lebensmitteln findet der Nutzer zudem eine Nährwert-Ampel. Diese zeigt an, wie die Experten den Gehalt der Nährstoffe einschätzen würden. Je nachdem wird er in Rot, Orange und Grün anzeigt. Auch hormonell wirksame Inhaltsstoffe werden in der App ausgewiesen.

Quellenangaben Inhaltsstoffe Kosmetik App:
https://www.incipedia.de/codecheck-marktforschung-in-gruen/
https://rp-online.de/digitales/apps/codecheck-zweifelhafte-app-fuer-kosmetik-check_aid-21489701
https://utopia.de/ratgeber/mit-codecheck-app-die-inhaltsstoffe-per-handy-auslesen/

Autorin Kristin Ostheer-Suslik Beauty Seele.de

Autor: Kristin Ostheer-Suslik

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