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Wie man seinen Hauttyp bestimmt und die passende Pflege wählt

Jeder Mensch ist anders – auch was seine Haut betrifft. Im Grunde ist der Hauttyp genetisch festgelegt, jedoch haben auch Umwelteinflüsse, eine Veränderung des Hormonhaushaltes und die Alterung des Körpers einen mehr oder weniger starken Einfluss auf unser größtes Organ.

Um die Pflege genau auf den jeweiligen Hauttyp abstimmen zu können, muss man natürlich wissen, welche Art von Haut man hat. Jede Haut hat andere Bedürfnisse und muss anders gepflegt und behandelt werden. Auf diese Weise schützt man die Haut vor Alterung, Hautunreinheiten, UV-Strahlung und anderen Umwelteinflüssen.

Außerdem wird im Idealfall der natürliche Schutzmantel der Haut und die ebenfalls natürlichen Feuchthaltefaktoren (NMF) gestärkt, um Feuchtigkeit in der Haut zu binden und so für ihre Geschmeidigkeit und Elastizität vorzusorgen. Im Grunde gibt es zwei verschiedene Ansätze, um Haut einzuteilen:

Einteilung der Haut nach dem Feuchtigkeits- bzw. Fettgehalt

Teilt man die Haut nach diesen Kriterien ein, wird zwischen vier verschiedenen Typen
unterschieden:

Normale Haut

Stellen Sie bei sich ein ausgeglichenes Hautbild fest, mit feinen Poren, einer guten Durchblutung, ohne Unreinheiten, von rosiger Farbe, nicht zu trocken und nicht zu fettig und von geschmeidiger Beschaffenheit spricht man von einer gesunden, normalen Haut oder Eudermie. Für normale Haut reicht in der Regel eine feuchtigkeitsspendende Körper- bzw. Gesichtscreme aus.

Trockene Haut

Trockener Haut mangelt es an Lipiden, die normalerweise von den Talgdrüsen produziert werden. Leiden Sie unter trockener Haut (Xerose) ist diese Produktion reduziert und Ihre Haut weist keinen ausreichenden Schutz gegenüber schädlichen Umwelteinflüssen auf. Trockene Haut zeichnet sich durch einen Mangel natürlicher Feuchthaltefaktoren (NMF) und Lipiden aus.

Dies führt bei trockener Haut zu einem Spannungsgefühl und zu rau und stumpf wirkender Haut. Bei sehr trockener Haut werden Sie teilweise Schuppen erkennen, ein stärkeres Spannungsgefühl und gelegentlich auch einen Juckreiz. Ist Ihre Haut extrem trocken, wird sie rissig, es bilden sich mitunter Schwielen und der Juckreiz nimmt zu. Trockene Haut braucht besonders viel Feuchtigkeit und auch Fett. Spezielle Cremes gegen trockene Haut schaffen hier Abhilfe.

Fettige Haut

Wenn Ihre Talgdrüsen zu viel Lipide produzieren, führt dies zu einer fettigen Haut (Seborrhö). Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von erblicher Veranlagung über hormonelle Veränderungen im Körper (Pubertät, Menopause) bis hin zu Stress und falschem Make-up (Komedogene Produkte).

Fettige Haut zeichnet sich durch vergrößerte Poren, eine blasse und glänzende Haut und einer Neigung zu Mitessern (Komedonen), Papeln und Pusteln aus. Um diese Anzeichen zu bekämpfen, eignen sich Aknemittel rezeptfrei am allerbesten. Zudem ist eine regelmäßige Reinigung der Haut und Entfernung des überschüssigen Fetts sehr wichtig.

Mischhaut

Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich bei Mischhaut um eine Kombination mehrerer Hauttypen an verschiedenen Stellen des Körpers. In den meisten Fällen beobachtet man in der T-Zone also an Stirn, Nase und Kinn, ein eher fettiges Hautbild, während die Wangen normale bis trockene Haut aufweisen.

Im Bereich der T-Zone wird demnach zu viel Talg produziert, während die Talgdrüsen auf den Wangen träge sind. Sie können Mischhaut mit speziellen Pflegeprodukten für diesen Hauttyp behandeln oder aber durchaus auch zwei verschiedene Produkte einsetzen.

2. Einteilung der Haut nach dem Zustand

Eine andere Art der Einteilung der Haut bezieht sich mehr auf den Zustand und geht über den Fett- und Feuchtigkeitsgehalt hinaus. Während der Hauttyp in den meisten Fällen mehr oder weniger gleich bleibt, verändert sich der Zustand im Laufe des Lebens immer wieder.

Beide Arten der Einteilung ergänzen sich jedoch und geben am Ende ein umfassendes Bild über die Art, den Typ und den Zustand der Haut und bestimmen so auch die Art der benötigten Pflege. Zur Beurteilung des Zustands werden folgende Kriterien herangezogen:

Hautfarbe

Unsere ethnische Zugehörigkeit und damit unsere Hautfarbe bestimmen, wie wir auf Sonne und andere äußere Einflüsse reagieren. Das in der Haut befindliche Melanin und dessen Konzentration sind die Grundlage für unsere Hautfarbe. Der amerikanische Dermatologe Thomas Fitzpatrick entwickelte in den 70iger Jahren ein heute allgemein übliches System zur Einteilung der Hautfarbe in 6 Gruppen.

Unabhängig von der Hautfarbe brauchen alle Hauttypen immer eine ausreichende Versorgung mit Wasser (viel trinken), ausreichend Schlaf, eine feuchtigkeitsspendende Creme und ausreichenden Schutz gegen UV-Strahlung. Hier die Hautfarben in der Übersicht:

TypFarbeAugenHaarAnmerkungSonnen-EmpfindlichkeitKrebsriseko
Keltischer
Typ
sehr hellblau, grün, gräulichrötlich, hellblondhäufig Sommersprossensehr hoch (unter 10 Minuten)sehr hoch
Nordischer
Typ
sehr hellblau, grün, graublond, hellbraunhoch (10-20 Minuten)erhöht
Mischtyphell bis mittelalleblond bis schwarzdie meisten Deutschen sind in dieser Gruppemittel (20-30 Minuten)normal
Mediterrane
r Typ
olivfarbendunkeldunkelhöher (bis zu 45 Minuten)gering
Dunkler Typdunkeldunkeldunkelnie Sommersprossenhoch (über 60 Minuten)sehr gering
Schwarzer
Typ
schwarzdunkelschwarznie Sommersprossensehr hoch (über 90 Minuten)besonders gering

Hautrötung

Ein weiteres Kriterium bei der Einteilung der Haut nach ihrem Zustand ist die Hautrötung. Durch den Grad einer möglichen Rötung der Haut lassen sich unter Umständen Rückschlüsse auf tieferliegende Hautkrankheiten treffen wie z. B. Rosazea. Ist dies der Fall, sollten Sie sich ärztlich beraten lassen und die geeigneten Cremes und Medikamente verwenden.

Hautalterung

Egal welchen Hauttyp Sie haben oder welche Hautfarbe – im Alter verliert die Haut nach und nach die Fähigkeit, Wasser zu speichern und Kollagen zu bilden. Außerdem wandert der Farbstoff Melanin und kann sich stellenweise konzentrieren, was zum Beispiel zu Altersflecken führt. Normale Haut neigt dazu, im Alter etwas Trockener zu werden. Volumen und Dichte der Haut nehmen ab und in der Folge bilden sich Falten. Die richtige Pflege und Behandlung ist unerlässlich, wenn man sich vor den Folgen der Hautalterung schützen will.

Natürliche Feuchthaltefaktoren (NMFs)

Junge und gesunde Haut bildet Stoffe (Urea, Lactat, Aminosäuren, Salze, Glucose, etc), um ausreichend Feuchtigkeit in der Haut zu binden. Bei Krankheiten, falscher Pflege und im Alter verliert die Haut wichtige NMFs was zur Folge hat, dass sie austrocknet, weniger geschmeidig ist und ihre Elastizität nachlässt. Wirken Sie diesem Prozess mit entsprechenden Pflegeprodukten entgegen, die die NMFs wieder aufbauen.

Zusammenfassung

Wenn Sie Ihre Haut genau kennen und somit wissen, welche Bedürfnisse sie hat und auf was Sie achten müssen, werden Sie in der Folge eine reinere, gesündere, jünger aussehende und schönere Haut haben und sich einfach “in Ihrer Haut wohler fühlen”. Insbesondere die richtige Behandlung von Akne wird Ihnen neue Selbstsicherheit und in der Folge ein offenes Auftreten geben.

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